Unternehmen können heute ausgeschriebene Stellen oft lange nicht besetzen und suchen händeringend gut ausgebildete Fachkräfte. Das macht aus dem Arbeitsmarkt einen Bewerber-Markt, in dem Fachkräfte beste Chancen auf attraktive Stellen haben. Nachdem wir im Januar vorgestellt haben, wie Recruiter ihr Perfect Match finden , zeigen wir hier, worauf Fachkräfte achten sollten, um sich im Meer der Möglichkeiten Ihren Traumjob zu angeln.

Für gut ausgebildete Fachkräfte, die neue Herausforderungen suchen, ist es nach wie vor wichtig, sich gezielt – initiativ oder auf passende Stellenausschreibungen – mit professionellen Unterlagen zu bewerben. Darüber hinaus gilt es im aktuellen Arbeitsmarkt, im Bereich Active Sourcing von suchenden HR-Verantwortlichen und Personaldienstleistern mit dem eigenen Berufsprofil gut gefunden werden zu können.

1. Profilieren Sie sich online

Unabhängig davon, ob Sie ganz aktuell eine neue Anstellung suchen oder neben ihrem aktuellen Job die Augen für neue Möglichkeiten offen halten möchten, im Internet sind Sie als Bewerber für Recruiter am besten zu finden. Es empfiehlt sich also auf Karriere-Portalen wie Monster, Stepstone oder Indeed mit aktuellen, aussagekräftigen Lebensläufen und einem ansprechenden professionellem Foto präsent zu sein. Aber auch Business-Netzwerke – allen voran Xing und LinkedIn – eignen sich gut zur eigenen Profilierung und Vernetzung: zum einen durch das Profil selbst, aber auch durch Engagement und Austausch in passenden Gruppen. Wer für sein Fachthema brennt, kann sich sogar auf eigener Website mit Blogbeiträgen zum Fachthema und entsprechenden Posts in den Social Media Kanälen von Twitter oder facebook präsentieren. So ist man sichtbar, zeigt die eigene Fachkompetenz und vergrößert sein berufliches und fachliches Netzwerk.

2. Zeigen Sie Persönlichkeit

Natürlich kommt es in Bewerbungen und öffentlichen Profilen darauf an, sich gut und professionell darzustellen und die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen herauszustellen. Dazu braucht es weder ein aalglattes Hochglanzprofil, noch übertriebene Anschreiben, Standardsätze à la Hesse & Schrader oder die Beilagen jedes einzelnen Zertifikats. Wichtiger ist bei Bewerbungen, sie genau auf das Unternehmen zuzuschneiden. Es gilt in Bewerbungen wie in öffentlichen Profilen, Persönlichkeit zu zeigen und authentisch zu kommunizieren. Dabei kann man Schritt für Schritt ausprobieren, mit welchem Maß an Öffentlichkeit man sich individuell wohl fühlt.

3. Bewerben Sie sich mit klarem Fokus

In bestimmten Lebenssituationen mag man geneigt sein, einfach nur ganz viele Bewerbungen „rauszuhauen“, um die Chancen für eine neue Stelle zu erhöhen. Aber das Gießkannen-Prinzip ist hier kein guter Ratgeber. Besser ist, einen klaren Fokus für die gewünschte neue Stelle zu entwickeln und sich dann ganz gezielt zu bewerben. Hier sind Fragen wichtig wie: In welchen Bereichen, an welchen Aufgaben möchten Sie arbeiten? Wünschen Sie sich bestimmte Unternehmen als Arbeitgeber? Bin ich (und wenn ja, wie weit) regional flexibel? Um sich im Bewerbungsprozess dann nicht zu verzetteln, ist es auch sinnvoll, vor einem Vorstellungsgespräch genau zu prüfen, ob das Stellenprofil wirklich passt: Stimmen beispielsweise die Gehaltsvorstellungen beider Seiten überein? Handelt es sich wirklich um eine unbefristete Stelle? Wo ist der Einsatzort? Lohnend ist auch, Organisatorisches frühzeitig zu klären: Wäre ich zum Beispiel wirklich bereit, täglich an diesen Arbeitsort zu pendeln oder in die neue Stadt umzuziehen?

4. Aktivieren Sie Ihr Netzwerk

Viele Unternehmen haben Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme ins Leben gerufen, um ihre Mitarbeiter einzuladen, passende Kandidaten aus ihrem persönlichen Netzwerk zu empfehlen. Daher geht so manche gute Stelle unter der Hand weg, ohne dass sie vorher öffentlich ausgeschrieben wird. Es lohnt sich also für Stellensucher, ihr persönliches Netzwerk zu aktivieren. Vielleicht ergibt sich so – ganz unerwartet – aus einem persönlichen Kontakt, der beispielsweise aus einer alten Freundschaft, einer Studentengruppe, der eigenen Nachbarschaft oder der Kita des Kindes entstanden ist, ein attraktives Stellenangebot. Außerdem lässt sich das berufliche Netzwerk durch persönliche Präsenz auf Veranstaltungen wirkungsvoll vertiefen und erweitern: Dazu ist beispielsweise die lokale Meetup-Gruppe um die Ecke, wo man sich nach Feierabend in der Bar über neue Entwicklungsmethoden austauscht, ebenso geeignet wie die große Messe oder Fachkonferenz, wo sich die ganze Branche einmal im Jahr trifft.

5. Kommunizieren Sie auf Augenhöhe

Nicht zuletzt gilt für Bewerber genauso wie für die Unternehmen auf der anderen Seite: Kommunizieren Sie auf Augenhöhe! Verstellen Sie sich nicht: Für gut ausgebildete Fachkräfte gibt es keinen Grund, überheblich zu agieren oder sich unter Wert zu verkaufen. Ihr Gegenüber ist ein gleichberechtigter Partner, mit dem Sie über eine mögliche Zusammenarbeit verhandeln. Und da ist es auch wichtig, dass es auf der zwischenmenschlichen Ebene stimmt und Sie gut ins Team passen. Kommunizieren Sie immer ehrlich und konstruktiv. Informieren Sie den Recruiter auch dann, wenn Sie eine andere Stelle angenommen haben, das zeugt von gegenseitigem Respekt.

Hier gehts zu unseren Jobangeboten
Hier gehts zur Expressbewerbung
Hier gehts zu unseren kununu Bewertungen

kununu

Insights

Über welchen Recruiting-Kanal haben Sie die Stelle gefunden, die Sie aktuell haben?

(Basis: Fachkräfte, die in den letzten 12 Monaten ihren Job gewechselt haben.)

0%
Über eine Online-Jobbörse
0%
Über einen persönlichen Kontakt
0%
Von einem Headhunter / Personalvermittler angesprochen
0%
Über die Unternehmens- website
0%
Von einem Unternehmen angesprochen

Diese Plattform nutzen Unternehmen für die Schaltung Ihrer Stellenanzeigen

Online-Jobbörsen

85%

Unternehmenswebsite

69%

Karrierenetzwerke

46%

Stellenmarkt in Zeitungen / Zeitschriften

38%

Mitarbeiterempfehlungs- programm

37%

Soziale Netzwerke

32%

Im ersten Halbjahr 2018 wurden

46 %

mehr Stellen ausgeschrieben als vor sechs Jahren.

Die Jobsuche von der ersten Recherche bis zur Vertragsunterschrift dauert bei qualifizierten Fachkräften in Deutschland durchschnittlich

5,2 Monate

Zufriedenheit / Unzufriedenheit im Allgemeinen mit dem derzeitigen Job

Die Mehrheit der Fachkräfte ist zufrieden mit ihrer derzeitigen beruflichen Tätigkeit.

IT

Zufrieden 67%
Unzufrieden 33%

Pflege

Zufrieden 56%
Unzufrieden 44%

Ärzte

Zufrieden 68%
Unzufrieden 32%

Vertrieb

Zufrieden 53%
Unzufrieden 47%

Quelle: StepStone GmbH | www.stepstone.de