Die Umsetzung der NIS2 Richtlinie ist für viele Unternehmen ein wichtiger Schritt, um ihre digitale Sicherheit strukturiert und zukunftsfähig aufzustellen. Mit der neuen Gesetzgebung werden Organisationen verpflichtet, Cybersicherheit systematisch zu denken und die Chance, das eigene Sicherheitsniveau messbar zu verbessern, war nie größer.
In der Praxis zeigt sich dennoch: Manche Themen bereiten immer wieder Schwierigkeiten und führen zu Fehlern bei der NIS2-Umsetzung. Wer sie frühzeitig angeht, kann die Umsetzung effizient, revisionssicher und stressfrei gestalten. Im Folgenden gehen wir auf die häufigsten Stolpersteine ein und wie man diese umgehen kann.

1. Fehler:
Unklare Betroffenheit und fehlende Registrierung beim BSI

Logo des Referenz-Kunden BSI Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Viele Unternehmen wissen, dass die NIS2‑Richtlinie sie betrifft, aber nicht, welche Schritte nun verpflichtend sind. Ein zentraler Punkt ist die Registrierung beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Auch wenn die offizielle Registrierungsfrist bereits abgelaufen ist, sollte diese Registrierung so schnell wie möglich nachgeholt werden, denn bei Versäumnissen drohen empfindliche Geldstrafen. Gleichzeitig markiert die Registrierung den offiziellen Startpunkt für die Compliance‑Umsetzung und signalisiert Behörden wie auch Geschäftspartnern: Wir nehmen Cybersicherheit ernst.

Empfehlung:
Jetzt prüfen, ob das Unternehmen als wesentliche oder wichtige Einrichtung gilt, interne Verantwortlichkeiten definieren und den Registrierungsprozess aktiv abschließen. Wer das Thema zügig angeht, kann die weiteren NIS2‑Anforderungen besser planen und priorisieren.

2. Fehler:
Fehlende Transparenz bei Assets und Risiken

Ein solides Risikomanagement beginnt mit Transparenz. NIS2 verlangt den Überblick über Systeme, Dienste und Prozesse und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten.

Hier spielt das Open Source CMDB- und Asset-Management-Tool DataGerry seine besonderen Stärken aus:

  • Die flexible Datenstruktur erlaubt es, eigene Objekttypen, Felder und Relationen exakt an die Unternehmensumgebung anzupassen.
  • Über grafische Visualisierungen lassen sich Abhängigkeiten und Zusammenhänge von IT‑Systemen, Anwendungen und Dienstleistern intuitiv darstellen.
  • Das integrierte ISMS‑Modul bildet Prozesse rund um Informationssicherheit, Risikobewertungen und Maßnahmenmanagement direkt im System ab.

Damit wird DataGerry zur zentralen Informationsbasis für alle sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Anstatt Pflichten abzuarbeiten, entsteht ein Echtzeit‑Überblick über Assets, Verantwortlichkeiten und Risiken – die ideale Grundlage für gelebte NIS2‑Compliance.

Was ist DataGerry?

DataGerry ist eine Open-Source-CMDB- und IT-Asset-Management-Plattform, die speziell dafür entwickelt wurde, komplexe IT-Landschaften transparent abzubilden und als zentrale Grundlage für ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) zu dienen – und ist damit ideal für die Umsetzung der NIS2-Richtlinie geeignet.

Durch das frei definierbare Datenmodell können Unternehmen ihre gesamte IT-Landschaft individuell abbilden: von Systemen und Anwendungen bis hin zu Dienstleistern und Abhängigkeiten. Der integrierte CI Explorer visualisiert diese Beziehungen und macht Risiken sowie Auswirkungen transparent.

Ein zentraler Bestandteil ist das integrierte ISMS- und Risikomodul: Risiken lassen sich direkt auf Asset-Ebene bewerten, automatisch berechnen und nachvollziehbar dokumentieren. So werden zentrale Anforderungen aus NIS2, ISO 27001 und BSI IT-Grundschutz strukturiert umgesetzt.

Über APIs, Webhooks und die Integrationsplattform OpenCelium fungiert DataGerry zudem als Daten-Hub, der Informationen aus verschiedenen Systemen zusammenführt und automatisiert verarbeitet. Ergänzt durch flexible Reporting-Funktionen entsteht eine revisionssichere Grundlage für Audits und Compliance.

Kurz gesagt: DataGerry verbindet Asset-Transparenz, Risikomanagement und ISMS in einem System und schafft damit die Basis für eine effiziente und nachhaltige NIS2-Umsetzung.

3. Fehler:
Sicherheitsmanagement als einmaliges Projekt behandeln

Einmalige Projekte reichen für NIS2 nicht aus. Cybersicherheit ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Die Richtlinie orientiert sich in vielen Aspekten an bestehenden Standards wie ISO 27001 und dem IT-Grundschutz. Beide liefern bewährte Leitlinien, um ein ISMS gezielt weiterzuentwickeln.

Mit dem ISMS‑Modul von DataGerry lassen sich diese Anforderungen technisch und organisatorisch umsetzen: Richtlinien, Kontrollen und Verbesserungsmaßnahmen werden zentral verwaltet, Verantwortlichkeiten zugewiesen und Fortschritte nachweisbar dokumentiert.

Unternehmen, die diesen Ansatz verfolgen, profitieren gleich doppelt: sie erfüllen gesetzliche Pflichten und schaffen eine klar strukturierte, skalierbare Sicherheitsarchitektur, die sich laufend an neue Bedrohungslagen anpassen lässt.

4. Fehler:
Sicherheitsvorfälle nicht rechtzeitig erkennen und melden

Eine der wichtigsten Forderungen aus NIS2 ist die schnelle Erkennung und Meldung von Sicherheitsvorfällen innerhalb von 24 Stunden. Das ist nicht nur eine formale Pflicht, sondern ein praktisches Instrument, um die eigene Reaktionsfähigkeit zu verbessern.

An dieser Stelle bietet Wazuh, ein leistungsstarkes Open‑Source SIEM/XDR‑System, klare Vorteile: Es analysiert Logs in Echtzeit, erkennt Auffälligkeiten und liefert automatisierte Alarme. Sicherheitsereignisse, Schwachstellen (z. B. CVEs) oder Policyverletzungen werden sofort sichtbar und lassen sich anschließend gezielt bearbeiten.

Ein zusätzlicher Pluspunkt: DataGerry kann mithilfe der API Integration Platform OpenCelium Daten aus Wazuh direkt importieren, darunter erkannte Schwachstellen oder Systeminformationen. So werden technische Ereignisse nahtlos in den Kontext des ISMS und des Asset‑Inventars integriert. Das Ergebnis ist ein vollständiges Abbild der Sicherheitslage – technisch wie organisatorisch.

Unternehmen schaffen damit die Grundlage für proaktive Gefahrenabwehr und nachvollziehbare Berichtspflichten – zwei Kernziele der NIS2‑Richtlinie.

Was ist Wazuh?

Wazuh ist eine Open-Source-Sicherheitsplattform, die Funktionen aus SIEM (Security Information and Event Management) und XDR (Extended Detection and Response) kombiniert. Sie hilft Unternehmen dabei, Sicherheitsereignisse in Echtzeit zu erkennen, zu analysieren und darauf zu reagieren.

Die Lösung sammelt und korreliert Log-Daten aus verschiedenen Quellen, erkennt Anomalien, Schwachstellen und Regelverstöße und löst automatisch Alarme aus. Dadurch werden potenzielle Sicherheitsvorfälle frühzeitig sichtbar – eine zentrale Anforderung der NIS2-Richtlinie.

Darüber hinaus unterstützt Wazuh bei Compliance-Themen, indem es Sicherheitsrichtlinien überwacht und Berichte für Audits bereitstellt.

5. Fehler:
Die Lieferkette aus der Sicherheitsstrategie ausklammern

Cybersicherheit hört nicht an der Unternehmensgrenze auf. NIS2 fordert explizit, auch Dienstleister und Zulieferer in die Schutzmaßnahmen einzubeziehen.
Das schafft Transparenz und stärkt das Vertrauen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette.

Mit DataGerry lassen sich Abhängigkeiten zu externen Partnern oder kritischen Dienstleistern ebenso erfassen wie deren Sicherheitsbewertung oder Audit‑Historie. Damit wird das Thema Supply Chain Security greifbar und überprüfbar, statt nur auf Verträge und Zusicherungen zu vertrauen.

6. Fehler:
Cybersicherheit nicht als Führungsaufgabe verankern

Der nachhaltige Erfolg jeder Sicherheitsstrategie hängt davon ab, dass die Geschäftsführung aktiv eingebunden ist. Die NIS2‑Richtlinie unterstreicht das deutlich, indem sie Verantwortung und Haftung auf Managementebene verankert.

Das ist kein Risiko, sondern eine Chance: Wenn Führungskräfte Cybersicherheit als Teil der Unternehmensstrategie begreifen, wird sie automatisch auch in Budgets, Entscheidungsprozessen und Kommunikation priorisiert.

Dank zentraler Reports aus DataGerry (ISMS, Risikostatus) und Echtzeit‑Einblicken aus Wazuh (Sicherheitsvorfälle, Schwachstellen) kann das Management fundierte Entscheidungen treffen. So entsteht eine datenbasierte Grundlage für Governance und Compliance und ein gemeinsames Verständnis dafür, dass Sicherheit ein fortlaufender Erfolgsfaktor ist.

NIS2 erfolgreich umsetzen: Mehr Sicherheit, Transparenz und Compliance für Unternehmen

Die NIS2‑Richtlinie ist mehr als ein Regulierungsthema. Sie ist eine Chance, Informationssicherheit langfristig zu professionalisieren und Vertrauen aufzubauen. Wer seine Systeme, Prozesse und Partner aktiv in den Sicherheitsprozess einbindet, stärkt nicht nur die Compliance, sondern das gesamte Unternehmen.

Mit DataGerry (flexible CMDB, ISMS, Visualisierung, Wazuh‑Integration) und Wazuh (SIEM/XDR für Echtzeit‑Erkennung und Reporting) stehen zwei leistungsstarke Open‑Source‑Lösungen bereit, die perfekt ineinandergreifen. Gemeinsam schaffen sie Transparenz, Automatisierung und Kontrolle, die die Grundpfeiler für gelebte NIS2‑Sicherheit bilden.

Um den Einstieg in die NIS2-Umsetzung zu erleichtern und keine wichtigen Anforderungen zu übersehen, empfiehlt sich ein strukturierter Leitfaden. Unsere NIS2 Checkliste unterstützt Sie dabei, alle relevanten Maßnahmen systematisch zu erfassen, Prioritäten zu setzen und den aktuellen Umsetzungsstand jederzeit im Blick zu behalten. So wird aus komplexen Anforderungen ein klarer, praxisnaher Fahrplan für mehr Cybersicherheit.

NIS2 Checkliste zur Erfüllung der neuen EU-Richtlinie

Praxisleitfaden zur Umsetzung der neuen EU-Vorgaben

Das Paper liefert nicht nur einen kompakten Überblick über die rechtlichen Vorgaben, sondern stellt zudem eine praxisorientierte Checkliste bereit, mit der Sie Schritt für Schritt den Status Ihres Unternehmens prüfen und notwendige Maßnahmen ableiten können. Darüber hinaus geben wir eine Tool-Empfehlung, die Sie dabei unterstützt, die Anforderungen transparent und zukunftsfähig umzusetzen.

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