Das Sensu Summit 2018 fand am 22.08. und 23.08. in Portland, Oregon (USA) in den Räumen des Portland Art Museums statt. Das nun schon zweite Sensu Summit ist die jährliche Konferenz der Firma Sensu Inc., Hersteller der gleichnamigen Monitoring-Lösung Sensu. Die Veranstaltung ist ein zweitägiger Mix aus Konferenz und Anwendertreffen, dreht sich rund um die Themen Sensu, allgemeine Monitoring-Philosophien und ist Plattform für den Austausch von Erfahrungsberichten.

In diesem Jahr konnten bereits 125 Teilnehmer auf dem Sensu Summit gezählt werden, was gegenüber den 75 Teilnehmern aus dem letzten Jahr das anhaltende Wachstum unterstreicht. Auch die Sensu Inc. wächst stetig weiter. Waren im vergangenen Jahr noch 14 Mitarbeiter bei Sensu Inc. beschäftigt, sind es in diesem Jahr bereits 40 Mitarbeiter – das Ziel bis Ende 2018 ist, bis auf 50 Mitarbeiter zu wachsen. Den Grundstein dafür legten u. A. auch zwei Seed-Finanzierungen; eine im Februar 2017 über $2.5M und eine im April 2018 über $10M.

Neben vielen tollen technischen Vorträgen und Anwenderberichten von Herstellern und Kunden, wurden auch Tutorials von Grafana und InfluxDB angeboten. Vor allem der zweite Tag stand unter dem Motto „hands-on“, bei dem verschiedene Themen, Konzepte und Ansätze in Gruppen behandelt und diskutiert wurden. Erneut bestätigte sich auch die Wahrnehmung, dass mehr Unternehmen des nordamerikanischen Marktes, respektive deren IT-Abteilungen, deutlich offener gegenüber dynamischen IT-Infrastrukturen sind – und sich bereits darin bewegen und arbeiten – im Vergleich zu Unternehmen aus dem europäischen oder deutschen Markt (vor allem KMU).
Die einzelnen Vorträge werden in den kommenden Wochen auf dem YouTube-Channel von Sensu zu sehen sein: https://www.youtube.com/channel/UCr9oDBHCZumrn1B9ljF5E2w
Die Folien der Vorträge sind bereits auf Slideshare einsehbar: https://www.slideshare.net/SensuInc

# Edit: Vorträge Sensu Summit (YouTube)

# Wann wird Sensu 2.0 stable ?

Nachdem auf dem ersten Sensu Summit im vorherigen Jahr erste Informationen zu Sensu 2 vorgestellt wurden, konnten Benutzer seit Januar 2018 schon eine Alpha-Version von Sensu 2 testen, ab Mai 2018 war die Beta-Version verfügbar.
Die sich im voraus des diesjährigen Summits somit wohl am deutlichsten aufdrängende Frage war, wann Sensu 2 stable veröffentlicht wird. Eine Antwort darauf gab es: Ende Oktober 2018 !
Über ein Early Adopter Programm können Kunden, die Sensu 2 in der frühen Phase einsetzen möchten, von speziellen Konditionen und einer Rundum-Unterstützung direkt durch den Hersteller und deren Partner profitieren (btw: becon ist erster weltweiter Partner von Sensu 🙂 https://sensu.io/features/partners).

 

# Sensu: Workflow Automation for Monitoring

In seinem Vortrag verdeutlichte Caleb Hailey, CEO von Sensu, wie schwierig und unzufriedenstellend es über die Jahre immer wieder war, zu beschreiben was Sensu genau ist. Zu sagen es sei ein Monitoring-Tool, beschreibt Sensu nur unzureichend – es ist mehr:
„Sensu: Workflow Automation for Monitoring“
Diese Beschreibung macht deutlich, was man auch in Gesprächen mit vielen Anwendern auf dem Summit wahrgenommen hat. Durch die Nutzung verschiedenster Inputs (Nagios Plugins, StatsD Libraries, Prometheus Exporter, SNMP Traps, CollectD Metriken, und mehr), Filter, Mutator und Handler (InfluxDB, Graphite, Slack, Pagerduty, und mehr) kümmert sich Sensu nicht nur um das Monitoring, sondern bietet zusätzlich Wege und Möglichkeiten diverse Probleme zu lösen und lässt sich in unterschiedlichste Umgebungen einbetten und in bestehende Arbeitsprozesse integrieren.

# Was kommt noch?

Für Sensu 2 soll ein „Bonsai Asset Index“ entwickelt werden, welcher als Register dient und als Plattform zum Bereitstellen und Tauschen von Assets genutzt werden kann. Ein Asset ist eine Datei oder ein Paket, beispielsweise ein Checkplugin, welches ggf. inklusive benötigter Libraries und Abhängigkeiten den Sensu Agenten bereitgestellt und von diesen genutzt werden kann. Dieses wird zur Laufzeit von den Agenten in ein lokales Cache-Verzeichnis (herunter-) geladen und ausgeführt.
So kann erreicht werden, dass für das Monitoring benötigte Plugins automatisch auf die überwachten Systeme verteilt werden. Mittels Prüfsumme und Filtern kann außerdem sichergestellt werden, dass das gewünschte Asset unverändert nur auf den dafür vorgesehenen Systemen ausgeführt wird.

Beispiel – Asset Definition:

{
  „name“: „asset_example“,
  „url“: „http://example.com/asset/example.tar“,
  „sha512“: „4f926bf4328fbad2b9cac873d117f771914f4b837c9c85584c38ccf55a3ef3c2e8d154812246e5dda4a87450576b2c58ad9ab40c9e2edc31b288d066b195b21b“,
  „metadata“: null,
  „filters“:

[
    „System.OS==linux“
  ],
  „organization“: „default“
}

Sensu 2.0 Assets Referenz: https://docs.sensu.io/sensu-core/2.0/reference/assets/#how-do-assets-work

Außerdem soll ein Puffermechanismus für den Sensu Agenten kommen. Werden externe Prüfergebnisse oder Events an den lokalen Socket des Sensu Agenten gesendet, während dieser keine Verbindung zu einem Sensu Backend hat, gehen diese zurzeit verloren. Dieser Puffer soll die Ergebnisse und Events speichern und nachträglich übermitteln können, sobald der Sensu Agent wieder eine Verbindung zu einem Sensu Backend haben.

# Was bleibt?

Das Sensu Summit 2018 war rundum ein tolles Event mit einem sehr guten Austausch über technische Details zu Sensu und verschiedenste Ansätze und Herangehensweisen bei dem Thema Monitoring allgemein. Auch die Interaktion zwischen Hersteller und Community ist erfrischend und motivierend. Dies kann auch in den Slack-Channels der Sensu-Community verfolgt werden https://sensucommunity.slack.com

# Swag 😉

Zum Schluss bleibt noch auf den neuen Sensu Online Shop hinzuweisen, über den man sich mit T-Shirts, Hoodies, Socken, Sticker u. v. a. m. ausstatten kann: https://store.sensu.io/