Sensu ist ein in Ruby geschriebenes Open Source Monitoring Framework. Das Projekt wurde Ende 2011 von Sean Porter aus Cariboo, British Columbia (Kanada), ins Leben gerufen. Seit 2013 arbeitet er bei Heavy Water Operations LLC aus Portland, Oregon (USA). Aufgrund einer in Anfang 2017 erhaltenen Seed-Finanzierung durch die Foundry Group in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. Dollar, änderte die Heavy Water Operations LLC ihren Namen zu Sensu, Inc. und verdoppelte seither die Anzahl ihrer Mitarbeiter. Viele bekannte Größen der Branche arbeiten nun dort, wie beispielsweise Jason Dixon, der Gründer der größten Monitoring Konferenz in den USA „Monitorama“ und Autor des Buches „Monitoring with Graphite“ aus dem O’Reilly Verlag.

Sensu zeichnet sich durch eine extrem flexible Architektur aus:

(a) Alle wesentlichen Komponenten wie Queueing, Datenbank, API, Dashboard, Configuration und Graphing können vom Core System, der für Scheduling und das Triggern von Handlern verantwortlich ist, entkoppelt und in beliebiger Skalierung über mehrere Nodes gespannt werden.

(b) Sensu ist kompatibel zu Nagios Check Plug-Ins. Neben der Möglichkeit echte Metriken in einer Time Series Datenbank zu sammeln, können die herkömmlichen Checks aus der Community verwendet werden. Migrationen von Nagios und Co. zu Sensu sind somit flexibel und sanft umsetzbar.

Mit Sensu sehen wir eine Lücke in der Open Source Monitoring Landschaft. Insbesondere werden Cloud Workloads/VMs, die beispielsweise über OpenStack oder Azure hundertfach vervielfältigt werden, ohne manuelle Eingriffe ins Monitoring aufgenommen. Im Vergleich zu reinen Metrik-basierenden Tools wie Prometheus, garantiert Sensu durch die Nagios-Kompatibilität einen entscheidenden Vorteil für Data Center Betreiber.

Seit letztem Jahr ist becon der weltweit erste Partner des Monitoring Herstellers Sensu. Hier geht es zur Pressemitteilung.

becon hat sich der unabhängigen Bewertung von Open Source Monitoring Werkzeugen verschrieben. Daran ändert auch eine Partnerschaft zu Sensu nichts. Die altbewährten Tools wie Nagios, Naemon, Icinga2, Check_MK, Zabbix, openNMS, sowie die beiden neuen Emporkömmlinge Prometheus und Sensu, können je nach Anforderung des Kunden genau die passende Lösung sein.

In den nächsten Tagen werden wir das Whitepaper „Open Source Monitoring Guide“ veröffentlichen und die bekanntesten Tools einander gegenüberstellen.